„Paris ist keine Stadt, sondern eine Welt“ (Kaiser Karl V.) Drucken
Geschrieben von: J. Wallenstein und C. Groß   
Freitag, den 28. Mai 2010 um 19:44 Uhr

ParisfahrtFünf Uhr morgens, wir, 24 Schülerinnen und Schüler und unsere Lehrerinnen Frau Bersch und Frau Hagen stehen – in Gedanken noch im Bett - wartend am Wiesbadener Hauptbahnhof. Halbwegs in Form erreichen wir Paris Gare de l’Est nach gerade einmal vier Stunden. In unserer Unterkunft, dem MIJE, einem Jugendhotel in einem der schönsten Viertel Paris „Le Marais“, deponieren wir vorerst unser Gepäck und machen uns gemeinsam auf, die Stadt zu erkunden. Als wir nach unserer Tour unsere Zimmer beziehen dürfen, staunen wir nicht schlecht, da wir sechs Jungs beispielsweise eine Maisonette-Wohnung haben, die wahnsinnig viel Platz bietet. Der erste Plan steht schon, für eine Einweihungsparty wäre dies der geeignete Ort, wäre da nur nicht die Nachtruhe von zehn Uhr. Als geborene Überlebenskünstler, entdecken wir direkt den Supermarkt um die Ecke, der während unseres Aufenthaltes zum Hauptanlaufpunkt für jeden wird.

Dass die Pforten unseres Hotels um ein Uhr morgens geschlossen werden, kümmert uns am ersten, sowie an den folgenden Tagen kaum, da wir von unseren teils selbst gestalteten Tagesabläufen total übermüdet sind. Unsere Zeit verbringen wir in vielen Museen, die man einfach gesehen haben muss: Musée d’Orsay und Centre Pompidou, sowie beispielsweise die Katakomben, die nur etwas für solche sind, die gerne Knochen von sechs Millionen Menschen sehen wollen. Natürlich gibt es für die, die noch nie in Paris waren, eine mehr oder weniger verpflichtende Tour, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Eifelturm, Panthéon, L’Arc de Triomphe, Notre Dame, den Louvre, usw. einmal gesehen zu haben. Völlig überwältigt bleiben wir praktisch vor jedem Pariser Stadthaus stehen und malen uns unsere Zukunft in den fantastischen, unbezahlbaren Wohnungen aus (zur Orientierung: Eine 2-Zimmer Wohnung in unserem Viertel kostet eine schlappe halbe Million). Shoppen kann man ohnehin überall, aber eine Pause auf einer der luxuriösen Couchen im besten und ältesten aller Kaufhäuser in Paris „Le Bon Marché“, sollte drin sein. Abgesehen vom Shoppen, bietet Paris Unmengen an atemberaubenden kulturellen Juwelen. Abends auf dem Mont Martre zur Musik eines Straßenmusikers die Stadt zu Füßen liegen zu haben ist einfach unbeschreiblich.

Die Mischung aus der eigenverantwortlichen Gestaltung des Tages und den gemeinsamen Programmpunkten haben sichtlich dazu beigetragen, dass diese Fahrt für jeden ein großartiges und unvergessliches Erlebnis bleiben wird. Wir möchten uns noch einmal herzlich bei unseren Begleiterinnen Frau Hagen und Frau Bersch für Ihre Bemühungen bedanken, die es uns Schülern (der Rheingauschule und der St. Ursula-Schule) ermöglicht haben, einen solch großartigen Aufenthalt in Paris zu erleben.

Jessica Wallenstein (Rheingauschule) und Constantin Groß (St. Ursula-Schule) über die Parisfahrt vom 12.05. bis 16.05.2010